Noch ist vom Kreistag keine finale Entscheidung getroffen worden, die Diskussion läuft und wird bisweilen auch emotional geführt, so derzeit noch im Bereich Rohdental und in der Ortschaft Großenwieden/Kleinenwieden. Um den Bürgerinnen und Bürgern eine Diskussionsplattform zu bieten, hat Hessisch Oldendorfs Bürgermeister Tarik Oenelcin ins StadtHaus eingeladen.
Mit einer so hohen Beteiligung haben Mathias Marschall von den Öffis und Bastian Garcia-Schwarz vom Landkreis bei der Informationsveranstaltung der Öffis nicht gerechnet. Rund 50 Personen sind gekommen, um ihre Wünsche und Anregungen sowie auch ihre Kritik am geplanten Fahrplan vorzutragen. „Da unsere Stadt von Änderungen im künftigen Fahrplan besonders betroffen sein wird, haben wir beschlossen, gemeinsam mit den Öffis und dem Landkreis Hameln-Pyrmont als Aufgabenträger eine öffentliche Veranstaltung durchzuführen, in der über das neue Liniennetz informiert wird“, sagt Bürgermeister Tarik Oenelcin.
In seiner Begrüßung betont das Stadtoberhaupt auch: „Hessisch Oldendorf wächst und blüht auf, da benötigen wir auch einen gut funktionierenden ÖPNV.“ Die Teilnehmer*innen der Veranstaltung ermutigt er, die Gelegenheit zum Gedankenaustausch zu nutzen. Was sie an diesem Abend auch tun. Bastian Garcia-Schwarz erklärt zunächst die Zuständigkeiten. Der Kreistag hat 2022 einstimmig die Änderung der Linienführung beschlossen und die Öffis mit der Umsetzung beauftragt. Auf der Grundlage von 4,6 Millionen Fahrplan-Kilometern pro Jahr - so die Vorgabe - sollen die Öffis den neuen Fahrplan gestalten. „Keine leichte Aufgabe“, wie Mathias Marschall ausführt. Hierzu sind zwei externe Planungsbüros ins Boot geholt worden.
Reges Interesse gab es an der Infoveranstaltung zum ÖPNV im StadtHaus
Herausgekommen sind für Hessisch Oldendorf zwei große Linienstränge. Südlich der Weser soll die Hamelner Stadtbuslinie über Hemeringen verlängert werden. Auf der nördlichen Seite des Flusses wird der Linienstrang über Fischbeck in die Kernstadt bestehen bleiben. Die Sünteldörfer sollen ab Herbst an die Stadtbuslinie über Welliehausen angeschlossen werden. So der heutige Stand. Menschen, die öffentliche Verkehrsmittel nutzen und in die Dörfer Großenwieden und Kleinenwieden und in die Orte im Rohdental fahren wollen, müssen nach derzeitiger Planung in der Kernstadt umsteigen. Hierrüber ist am Infoabend am meisten diskutiert worden. Noch ist indes keine Entscheidung gefallen, Bürgermeister Oenelcin hat die Gelegenheit zu Gesprächen gegeben. Die Stadt ist bei der Entscheidung letztendlich außen vor, denn der Landkreis als Aufgabenträger ist zuständig, und wie die Linien ab dem Herbstfahrplan aussehen werden, hängt vom Votum des Hameln-Pyrmonter Kreistages ab.