Was für Bürgermeister Tarik Oenelcin ebenso zählt: „Die veranschlagte Bausumme hat inklusive Grundstückskauf, Inneneinrichtung und Erwerb eines Notstromaggregates die veranschlagten 4,5 Millionen Euro nicht überschritten.“
Bernd Tegtmeier (v.li.), Alexander Schaffeld und Volker Wilharm bei einer Besprechung im Raum mit den Spinden für die Ausrüstung der Einsatzkräfte.© Peter Jahn
„Ein Leuchtturmprojekt mit Leuchtturmkonzept“, sind sich Alexander Schaffeld und Bernd Tegtmeier mit dem Bürgermeister einig. Die beiden Feuerwehrleute, die für ihre Kameradinnen und Kameraden der in der Stützpunktwehr zusammengeschlossenen früheren Ortswehren Fuhlen, Friedrichsburg, Heßlingen und Rumbeck sämtliche Verhandlungen mit der Stadtverwaltung und den bauausführenden Firmen geführt haben, erklären, warum es sich nicht nur um ein Leuchtturmprojekt handelt. „Feuerwehrgerätehäuser sind als sogenannte Leuchttürme Anlaufstelle für die Bevölkerung, da diese im Ereignisfall automatisch besetzt werden und über eine Verbindung via Satelliten zur zentralen Einsatzleitung verfügen.“
Bis auf die Gestaltung der Außenanlage und Restarbeitern am Waschplatz sind die Arbeiten am Feuerwehrhaus in Heßlingen seit November 2025 abgeschlossen. Vom ersten Spatenstich im September 2024 ist kaum mehr als ein Jahr vergangen. Noch stehen die vier Fahrzeuge in den alten Gerätehäusern, das Notstromaggregat ist bestellt, der Gerätewagen-Logistik, der den Fahrzeugpark des Stützpunktes vervollständigt, in der Ausschreibung. Volker Wilharm, der bei der Verwaltung für die stadteigenen Liegenschaften zu ständig ist, lobt die Zusammenarbeit mit allen Beteiligten: „Es lief alles reibungslos. Bei den Besprechungen vor Ort sind pragmatische Entscheidungen getroffen worden.“ „Und das haben wir unseren Kameradinnen und Kameraden mitgeteilt, so dass alle auf gleichem Wissensstand gewesen sind. Das hat prima funktioniert“, fügen Schaffeld und Tegtmeier an.
Das Gebäude ist fertig und eingerichtet. Lediglich Außenarbeiten sind jetzt im Frühling noch notwendig.© Peter Jahn
In den nächsten Tagen werden die Fahrzeuge in die neue Halle gebracht. Selbst diese ist mit Fußbodenheizung ausgestattet, damit es auch bei tiefstem Frost kein Problem mit den wasserführenden Fahrzeugen gibt. Auf dem Dach der Halle befindet sich die PV-Anlage, an die der Energiespeicher angeschlossen ist. Da in den sanitären Anlagen und in der Küche des neuen Feuerwehrhauses nicht ständig warmes Wasser verfügbar sein muss, sind Durchlauferhitzer installiert worden. Interessierte können sich dies alles selbst ansehen, jedoch wird es noch einige Wochen dauern bis zum geplanten Tag der offenen Tür. Angepeilt ist Samstag, 30. Mai, einen Tag vor den Stadtjugend-Wettkämpfen.
Auch für die Wehren in Lachem, Welsede und Barksen geht es um Konzepte für die Erweiterung der dortigen Feuerwehrhäuser. In Lachem ist bereits die Bodenplatte gegossen, noch in diesem Monat soll der Aufbau der neuen Fahrzeughalle beginnen, wie Fachbereichsleiter Heiko Wiebusch in der öffentlichen Sitzung des Ausschusses für Bau, Umwelt- und Klimaschutz erklärt. Natürlich nach Hessisch Oldendorfer Modell: Stadtverwaltung und Stadtrat sorgen für die Materialien, die Feuerwehrleute aus dem Dorf südlich der Weser bauen selbst. Noch zur Vollständigkeit: In Barksen ist ein Grundstück angekauft, das marode Haus darauf wird abgerissen und mit der Ortswehr ein Konzept für einen Erweiterungsbau entwickelt. Bereits ein Stück weiter ist die Stadtverwaltung in Bezug auf die Erweiterung in Welsede: Hier wird in Kürze das neue Fahrzeug kommen. Das bisherige Gebäude ist dafür zu klein, ein Bau unumgänglich. Das Grundstück hinter dem alten Feuerwehrhaus ist von der Stadt erworben worden, noch in diesem Jahr soll mit dem Bau begonnen werden, was Heiko Wiebusch als „äußerst sportlich“ einstuft. Doch wenn alle wieder mitspielen, in Hessisch Oldendorf keineswegs unmöglich.