Mit diesen Worten ordnet Bürgermeister Tarik Oenelcin den genehmigten Haushalt der Stadt Hessisch Oldendorf für dieses Jahr ein. Trotz steigender Kosten und anspruchsvoller Rahmenbedingungen kann ein ausgeglichener Haushalt ohne Steuererhöhungen erreicht werden. Das ist weit und breit im Landkreis und vermutlich in Niedersachsen eine der wenigen Ausnahmen.
Stellt sich die Frage, wie eine Kleinstadt wie Hessisch Oldendorf eine solche Leistung vollbringen kann. Das A und O dabei ist die Steuerkraft einer Kommune. Die kommt natürlich nicht von ungefähr. Das hat das Stadtoberhaupt Oenelcin erkannt und hat konsequent seit seinem Amtsantritt vor nunmehr fast fünf Jahren das Gespräch mit den Unternehmen in seiner Stadt gesucht. Auch Firmen, die sich hier niederlassen wollen und Arbeitsplätze schaffen, können auf seine Hilfe setzen. Neuansiedlungen und ein Mehr an Beschäftigten in einer Stadt bedeuten mehr Gewerbesteuer und Einkommenssteuer.
Bürgermeister Tarik Oenelcin hat gut lachen: Der Haushalt für dieses Jahr ist genehmigt. Auch die Menschen in der Stadt dürfen sich freuen, denn es wird für sie keine Mehrbelastung geben.© Peter Jahn
Ein ausgeglichener Haushalt ohne Steueranhebung wirkt sich für die Menschen in der Weserstadt ausgesprochen positiv aus. Bürgermeister Oenelcin fast es so zusammen: „Für die Bürgerinnen und Bürger bedeutet das ganz konkret: Es wird nicht teurer. Die Grundsteuer bleibt unverändert – es wird also kein höherer Betrag für Eigentümerinnen und Eigentümer sowie Mieterinnen und Mieter fällig. Auch für land- und forstwirtschaftliche Flächen entstehen keine zusätzlichen Belastungen. Gleichzeitig bleiben die Hebesätze für die Gewerbesteuer unverändert – ein wichtiges Signal für die heimische Wirtschaft.
Und ebenso wichtig: Das, was das Leben vor Ort ausmacht, bleibt erhalten. Freiwillige Leistungen werden nicht gekürzt. Dazu gehören zum Beispiel: Schwimmbäder, die Bücherei, Spielplätze, Kulturveranstaltungen, die Unterstützung von Vereinen sowie soziale Angebote für Kinder, Jugendliche und Senioren. Damit bleibt Hessisch Oldendorf auch weiterhin eine Stadt mit hoher Lebensqualität und starkem gesellschaftlichem Zusammenhalt.“
Der Ergebnishaushalt für dieses Jahr schließt mit einem Überschuss von rund 24.500 Euro ab. Zugleich wird die dauernde Leistungsfähigkeit der Stadt durch die Kommunalaufsichtsbehörde bereits zum vierten Mal in Folge bestätigt – ein Ergebnis, das ebenfalls nicht nur in Niedersachsen selten ist, sondern in Hessisch Oldendorf so noch nie zuvor erreicht worden ist. Vereinfacht gesagt bedeutet das: Die Stadt kann ihre laufenden Kosten aus eigener Kraft decken, ihre Aufgaben zuverlässig erfüllen und bleibt auch künftig finanziell handlungsfähig – ohne neue Schulden für den laufenden Betrieb aufnehmen zu müssen.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt in diesem Haushalt auf Bildung und Familie. Mit über zwei Millionen Euro für Schulen und einer weiteren Million Euro für Kindertageseinrichtungen fließt ein großer Teil der Investitionen in diesen Bereich – insgesamt fast 40 Prozent des gesamten Investitionsvolumens von rund acht Millionen Euro. Damit setzt der Haushalt klare Prioritäten für die Zukunft. „Investitionen in Bildung stärken die Entwicklung von Kindern, entlasten Familien im Alltag und sichern langfristig den gesellschaftlichen Zusammenhalt vor Ort“, ist sich der Bürgermeister mit den Mitgliedern des Stadtrates einig.
Ganz konkret zeigt sich die Investition in Bildung in folgenden Maßnahmen:
So werden unter anderem eine Mensa an der Grundschule am Rosenbusch errichtet, die Grundschule Fischbeck für den Ganztagsbetrieb vorbereitet und der Schulhof in Heßlingen neugestaltet. Mit dem Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung ab dem Schuljahr 2026/2027 werden die Angebote ausgeweitet und zusätzliche personelle Strukturen geschaffen. In Hessisch Oldendorf wird die Ganztagsbetreuung dabei für alle Jahrgänge an allen vier Grundschulen eingeführt. „Das sorgt für verlässliche Betreuung auch über den Unterricht hinaus und entlastet Familien spürbar im Alltag“, betont Tarik Oenelcin. Neben Bildung und Betreuung profitieren auch weitere zentrale Bereiche wie Feuerwehr, Infrastruktur und Stadtentwicklung von den Investitionen.
Der Haushalt 2026 setzt ein deutliches Zeichen. Was sich so zusammenfassen lässt: Die Finanzen sind stabil, Bürgerinnen und Bürger werden nicht zusätzlich belastet, die Angebote vor Ort sind verlässlich – und gleichzeitig wird gezielt in die Zukunft investiert und dies insbesondere für Familien und Kinder. Alle, die sich für das Geschehen in der Stadt interessieren, wissen um das hohe Engagement des Bürgermeisters und schätzen seinen unermüdlichen Einsatz. Er selbst weiß aber auch, dass noch mehr dazugehört: „Mein besonderer Dank gilt allen, die an diesem Haushalt mitgewirkt haben – dem Rat, der Verwaltung und allen Beteiligten. In den vergangenen Monaten hat sich einmal mehr gezeigt, was möglich ist, wenn wir gemeinsam an einem Strang ziehen. Dass wir einen solchen Haushalt ohne Mehrbelastungen für die Bürgerinnen und Bürger und mit klaren Investitionen in die Zukunft haben aufstellen können, macht mich auch ein Stück weit stolz – auf die Zusammenarbeit und auf unsere Stadt.“