In der öffentlichen Sitzung des Ortsrates im Gemeinschaftsraum der Sporthalle in Heßlingen geht Ortsbürgermeister Jost Beckmann zunächst auf die laufenden Arbeiten oder gerade abgeschlossenen Maßnahmen ein. Die Arbeit auf der größten öffentlichen Baustelle im Hessisch Oldendorfer Stadtgebiet ist beendet. Das Feuerwehrhaus gegenüber der Sporthalle und der Grundschule ist bezogen, die letzten Erdarbeiten werden am Tag nach der Sitzung getätigt, das überschüssige Erdreich verteilt und teilweise weggefahren. Lediglich kleinere Maßnahmen im Außenbereich laufen noch.
4,5 Millionen Euro sind allein für diese Maßnahme ins Sonnental geflossen. Hinzu kommen die finanziellen Mittel, die dem Ortsrat jedes Jahr zur Verfügung stehen. Dieses Geld kommt aus dem Dorfstrukturprogramm und dem Topf für Bürgerschaftliches Engagement. Eine Besonderheit im Landkreis Hameln-Pyrmont und weit darüber hinaus. Zur Erklärung: Vor einigen Jahren hat der Hessisch Oldendorfer Stadtrat den Beschluss gefasst, die acht Ortsräte in der Weserstadt mit eigenen finanziellen Mitteln auszustatten. „Bei den Dorfstrukturmitteln und dem Geld für das Bürgerschaftliche Engagement entscheiden die acht kommunalen Gremien selbst über die Verwendung“, erklärt Bürgermeister Tarik Oenelcin. Der Beschluss fußt auf der Erkenntnis der Ratsmitglieder, dass „den Wünschen der Menschen in den Dörfern und der Kernstadt und den Notwendigkeiten in der Form der Demokratie von unten schnell und unkompliziert entsprochen werden kann. Hier ist noch mehr Basisdemokratie geschaffen worden“, betont das Stadtoberhaupt.
Der Spielbereich der Grundschule wird in den Sommerferien umgestaltet.© Peter Jahn
Die Arbeiten am Feuerwehrhaus sind abgeschlossen, im Außenbereich laufen nur noch kleinere Maßnahmen.© Peter Jahn
Zurück zur Ortsratssitzung: Fachbereichsleiter Heiko Wiebusch von der Stadtverwaltung lässt die Mitglieder des Ortsrates wissen, dass das Angebot für die Umgestaltung des Schulhofes vorliegt und in den Sommerferien die Arbeiten beginnen. Was die Schülerinnen und Schüler besonders freut: Sie haben bei der Frage welches neue Spielgerät aufgestellt werden wird, ihr Votum abgeben können. Natürlich wird ihrem Wunsch gefolgt. Bleiben wir bei den Wünschen. Für die Stadtverwaltung ist es eine Selbstverständlichkeit, dem Anliegen der Stützpunktfeuerwehr nachzukommen und einen sicheren Übergang über die Landesstraße vom neuen Domizil der Löschkräfte zum Sportplatz hinter der Grundschule zu schaffen. Dort übt der Nachwuchs. Ein weiteres Sicherheitsmoment ist die Herabsetzung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit im bisherigen 70-Bereich vor dem neuen Stützpunkt auf 50-Stundenkilometer. Die Geschwindigkeits-Anzeigetafel, die bisher im Bereich des Sportheims in der Oberen Brückenstraße in Fuhlen gestanden hat, verweist nun am Feuerwehrhaus Im Dorf der sieben Mühlen, wie Heßlingen im Volksmund genannt wird, darauf, ob die vorgegebene Geschwindigkeit eingehalten wird.
Noch nicht endgültig entschieden ist über die Sitzbank, die Seniorinnen und Senioren im Bereich des Denkmals an der Sonnentalstraße aufgestellt haben möchten. „Die Verhandlungen laufen“, wie Fachbereichsleiter Heiko Wiebusch erklärt. Entschieden haben die Mitglieder des Ortsrates in der Sitzung, dass Geld für die Sanierung der Mühle in Heßlingen und für die Grillhütten sowie Dorfgemeinschaftshäuser im Sonnental bereitgestellt wird. Ebenso wird in energetische Maßnahmen in städtische Gebäude, den Ausbau von Straßen, Wegen und Seitenräumen im Dorf der sieben Mühlen und den Dörfern der Ortschaft Sonnental, also in Fuhlen, Friedrichshagen, Friedrichsburg und Rumbeck investiert, um nur einige Beispiele zu nennen. Addiert man die Summen, die im Rahmen des Dorfstrukturprogramms ins Sonnental fließen, so sind dies jeweils knapp 7.300 Euro im Ergebnishaushalt und im Finanzhaushalt (für Investitionen). Hinzu kommen einige Restmittel aus Vorjahren.