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Hessisch Oldendorf

Ortschaft Hessisch Oldendorf

 

Einwohner:

5585

 

 

Entfernung zur Kernstadt Hessisch Oldendorf/Bahnhof

0,0 km

Entfernung zur Kreisstadt Hameln

11,5 km

Entfernung zur Autobahn BAB 2

8,9 km

 

 

Oldendorf (früher: Oldendorf bei der Schaumburg) ist wie Rinteln und Stadthagen eine planmäßige Stadtgründung der Grafen von Schaumburg-Holstein (13. Jhd). Der Ortsname Oldendorf = altes Dorf weist auf eine schon damals vorhandene Siedlung hin. Zur Sicherung ihres Machtbereichs siedelten die Schaumburger mehrere Burgmannshöfe an, von denen noch einige Reste erhalten sind. Durch Erbteilung gelangt Oldendorf 1647 in den Besitz der Landgrafschaft Hessen-Kassel.
Nach dem Bau der Weserbahn Ende des 19. Jh. erlebte der Ort einen wirtschaftlichen Aufschwung. Etwa 1905 bekam Oldendorf offiziell den Zusatz „Hessisch".

 

Hessisch Oldendorf 1Hessisch Oldendorf ist der namengebende historischen Kern der Stadt Hessisch Oldendorf, die den Eingang zum Weserbergland bildet. Seit 1977 ist die Stadt Teil des Landkreises Hameln-Pyrmont und besteht aus 24 Ortsteilen.

 

Heute ist der Ort durch mittelständige Handels- und Handwerksbetriebe geprägt. Die Sanierung der Altstadt, insbesondere die Neugestaltung des Markt- und Kirchplatzes, hat die Reize der Stadt neu belebt. Hessisch Oldendorf in der abwechslungsreichen Landschaft des Weserberglandes hat sich im letzten Jahrzehnt zu einem leistungsfähigen Ferien- und Erholungsort entwickelt.

 


 

 

Hessisch Oldendorf 2Der Münchhausen-Hof (l6. Jh.) an der Weserseite der Stadt mit seinem bemerkenswerten Herrenhaus im Stil der Weserrenaissance ist eine der größten Stadtburgen des schaumburgischen Adels. Hier lebte auch der Büchersammler Ludolf von Münchhausen (1570 - 1640) und richtete eine Bibliothek von über 13.000 Bänden ein, die weithin berühmt wurde, nach seinem Tod jedoch verloren ging.

 

Die Altstadt von Hessisch Oldendorf hat in den letzten Jahren eine umfangreiche Sanierung durchlaufen, bei der viele der alten Fachwerkhäuser, aber auch Straßen und Plätze erfolgreich erneuert wurden. Wahrzeichen der Stadt auf mittelalterlichem Grundriss ist die Kirche St. Marien (14. Jhd.) mit ihrem mächtigen Wehrturm, die nicht nur Versammlungsstätte der Gemeinde war, sondern auch Zufluchtsstätte zu kriegerischen Zeiten. Der Innenraum mit den bis 1805 vorhanden 2 Brunnen war so groß, dass ursprünglich alle Bewohner der Stadt hier Platz fanden.

 

 

Hessisch Oldendorf 3Sehenswert ist der Kirchplatz, der von der Stadtkirche St. Marien und dem ehemaligen Amtsgericht, einem Backsteingebäude aus dem Jahre 1866 mit preußischem Ursprung, beherrscht wird. Zu Zeiten der Stadtgründung im Mittelalter bestattete man um die Kirche herum die Toten, aber es nahm auch niemand Anstoß, wenn hier Märkte und Messen oder Versammlungen abgehalten wurden. In dieser Tradition steht auch heute noch der Wochenmarkt, der jeden Freitag Vormittag stattfindet und immer noch ein wichtiges gesellschaftliches Ereignis im städtischen Leben von Hessisch Oldendorf darstellt.
Seit 1993 ziert den Kirchplatz eine Brunnenanlage mit der Plastik „Familie mit Boot", die der Bildhauer Karl-Ulrich Nuß geschaffen hat. Assoziationen zur Weihnachtsgeschichte, zu Josef, Maria und dem Kind werden geweckt, das Boot erinnert an die Weser, an die Zeiten in der Geschichte Hessisch Oldendorfs, in der es noch Schiffe, die für die Arbeit der Menschen wichtig waren, auf der Weser gab. Weitere Skulpturen zeitgenössischer Künstler finden sich auf der Haupteinkaufsstraße und dem historischen Stadtwall.